Aufgaben

Kapazitätsmanagement (Hospital Control Center)

Was ist ein Hospital Control Center (HCC)?

Ein Hospital Control Center (HCC) ist eine zentrale Steuerungs- und Koordinationsstelle in einem Krankenhaus. Es bündelt alle wesentlichen Informationen zu Patientenströmen, Kapazitäten und Ressourcen und ermöglicht eine klinikübergreifende, vorausschauende Steuerung der Versorgung.

Wie wird der Patient*innenfluss täglich gesteuert?

Zur täglichen Steuerung des Patientinnenflusses findet künftig an jedem Werktag eine kurze morgendliche Abstimmungsrunde von etwa zehn Minuten statt. An dieser nehmen alle bettenbelegenden Bereiche sowie die zentralen Funktionen des Patientinnenflusses teil – z. B. Vertreter*innen der Kliniken, der Zentralen Notaufnahme, des OP-Managements, des Bettenmanagements, des Case Managements sowie relevanter Tertiärprozesse. In dieser Runde werden die erwarteten Situationen und Herausforderungen des Tages besprochen. Auf Basis der gewonnenen Informationen werden anschließend standardisierte Prozesse aktiviert, um eine gezielte und effiziente Steuerung zu gewährleisten. Bei besonderen Belastungssituationen sind zusätzliche Abstimmungsrunden am Mittag oder Nachmittag möglich, um kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

Wie sollen Ressourcen vorhergesagt und geplant?

Künftig sollen sowohl aktuelle Betriebsdaten als auch KI-gestützte Prognosewerkzeuge genutzt werden, um den Bedarf unterschiedlicher Ressourcen frühzeitig und verlässlich einschätzen zu können. Diese datengestützten, prospektiven Informationen ermöglichen einen transparenten Überblick über die Auslastungsentwicklung und unterstützen eine vorausschauende Steuerung der Krankenversorgung. Auf diese Weise können Engpässe sowie freie Kapazitäten frühzeitig identifiziert, Versorgungsschwankungen besser eingeplant und die Auslastung des Krankenhauses optimal gesteuert werden.

Zu Beginn des Projekts liegt der Fokus auf dem Management der Bettenkapazitäten. In den folgenden Projektphasen werden nach und nach weitere Bereiche, wie beispielsweise das OP-Kapazitätsmanagement, einbezogen. Perspektivisch entwickelt sich das System zu einer umfassenden, integrierten Steuerungs- und Koordinationsstelle.

Medizinprojektemanagement

Laufende Projekte:

  • Telematikinfrastruktur
  • Etablierung Adipositaszentrum
  • Optimierung Bettenmanagement
  • Planung ambulantes OP-Zentrum
  • Implementierung IVENA eHealth
  • Etablierung Case Management
  • Etablierung neuropalliative Betten
  • Patientenpfad Lungenherde
  • Genomsequenzierung
  • Unterstützung der Kassenverhandlungen zum Zentrumszuschlag Onkologisches Zentrum
  • Etablierung Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
  • Etablierung Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit geistiger und mehrfacher Behinderung (MZEB)
  • Baumaßnahme Funktionseinheit Herzkatheter-Hybrid-OP
  • Entlassmanagement
  • Umgang mit Betäubungsmitteln (BtM)
  • Umsetzung Medizinproduktegesetz (MPDG/ MPBetreibV) - Koordinatorin für MP-Beauftragte
  • Fortbildungsreihe des GB OEK im Ärztlichen Vorstand
  • Umsetzung G-BA-RL zur Versorgung von Patienten mit einer hüftgelenknahen Femurfraktur
  • Einführung Behördenpostfach (beBPo) für Betreuungsverfahren
  • Beauftragtenwesen
  • Umbaumaßnahmen Zentral-OP1
  • Plastische Chirurgie
  • Kapazitätsmanagement (Hospital Control Center)
  • Ambulantes Operieren (AOPZ)

Abgeschlossene Projekte:

  • Etablierung einer präoperativen Aufnahmestation
  • Etablierung Fachabteilung für Herzchirurgie
  • Delirprävention/ Demenzsensibles Krankenhaus (DSKH)
  • Bewegungsparcour

Zentrales Bettenmanagement

Wozu benötigt die Klinik ein Zentrales Bettenmanagement?

Durch Notfälle, ungeplante stationäre Aufenthalte, Isolationsnotwendigkeiten oder frühzeitigen Entlassungen sind die Betten in einem Krankenhaus taggenau meistens nicht bedarfsgerecht auf die Stationen verteilt. Freie Betten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben, wird so zur täglichen Herausforderung für Kliniker*innen. Das Zentrale Bettenmanagement im Geschäftsbereich Organisation und Entwicklung der Krankenversorgung ist mit der Aufgabe betraut, möglichst durchgängig eine optimale Verteilung der Belegungsbetten am Klinikum herbeizuführen.

Wie arbeitet das Zentrale Bettenmanagement?

Im interdisziplinären Austausch mit den Behandlungsteams der Ambulanzen, der bettenführenden Stationen und der Zentralen Notaufnahme organisiert das Team des Zentralen Bettenmanagements die Belegung klinikübergreifend. Dabei sind verschiedene medizinische, administrative und logistische Einflussfaktoren wie die Pflegeintensität sowie die Infektiosität der Patient*innen oder der Reinigungsstatus der Betten zu berücksichtigen.

Enge Anbindung an die Notfallambulanz

Das Zentrale Bettenmanagement arbeitet eng mit der Notfallambulanz zusammen. Um Notfallpatient*innen eine reibungslose Verlegung aus der Zentralen Notaufnahme zu ermöglichen, steht es mit dem Aufnahme- und Entlassmanagement in engem Austausch. Das Ziel ist es immer, unsere freie Bettenkapazität optimal für die Versorgung der Patient*innen an der Universitätsmedizin Greifswald nutzen zu können.

  

Kontakt

Leitung Zentrales Bettenmanagement:

Sven Buchweitz

Tel.: 03834 86-4416

E-Mail: bettenmanagement@med.uni-greifswald.de 

 

Koordinator*in Zentrales Bettenmanagement:

Sebastian Gielow

Tel.: 03834 86-4415

E-Mail: bettenmanagement@med.uni-greifswald.de

  • Das Team vom Zentralen Bettenmanagement erreichen Sie unter den o.a. Kontaktdaten. 

Zentrale Aufgaben