Forschung

Aktuelle Projekte:

Target-H-Projekt

Das Target H Projekt ist eine interdisziplinäre Forschungsinitiative unter der Leitung der Universitätsmedizin Rostock. Es wird vom Ministerium für Wissenschaft in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Landesexzellenzinitiative mit rund 5 Millionen Euro gefördert.

Das Projekt ist im Jahr 2025 gestartet, auf eine Laufzeit von vier Jahren ausgelegt und wird von insgesamt neun Forschungsstandorten gemeinsam bearbeitet.

Ziel des Projektes ist es, mithilfe innovativer, nicht-invasiver Diagnoseverfahren und moderner Therapieansätze wie der Kaltplasmatherapie die Krankheitslast durch Hautkrebs zu verringern.

Unsere Arbeitsgruppe trägt hierzu durch räumliche Transkriptomanalysen sowie histologische Untersuchungen von Primärtumoren und Hirnmetastasen zu einem tieferen molekularen Verständnis der Tumoren bei.

Doktorandin Felicitas Hubert

STAR-MBM - Strategy to Target Acquired Resistance in Melanoma Brain Metastases

Melanom-Hirnmetastasen (MBM) sprechen initial gut auf Therapien mit BRAF-Inhibitoren (BRAFi) an, zeigen jedoch häufig eine rasche Resistenzentwicklung. In der Folge kommt es bei einem erheblichen Anteil der Patientinnen und Patienten zu einer fortschreitenden intrakraniellen Erkrankung mit ungünstiger Prognose.

Im Fokus des Projekts steht die Rolle des Tyrosinkinase-Rezeptors MET als potenzieller Mediator dieser Therapieresistenz. Eigene Daten weisen darauf hin, dass MET in MBM amplifiziert und aktiviert ist und damit maßgeblich zur Steuerung resistenzvermittelnder Signalwege beiträgt.

Die pharmakogenomische STAR-MBM-Studie untersucht genetische und molekulare Mechanismen der MET-Aktivierung sowie deren Einfluss auf das Ansprechen gegenüber BRAFi. Hierzu werden unter anderem innovative, auf Live-Cell-Imaging basierende Reporter-Systeme eingesetzt, um die Aktivierung zentraler Signalwege zu analysieren und wirksame Kombinationstherapien aus MET-Inhibitoren (METi) und BRAFi zu identifizieren. Diese Ansätze werden anschließend in präklinischen Modellen weiter evaluiert.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien zur Überwindung von Resistenzmechanismen sowie die Identifikation von Biomarkern zur Vorhersage des Therapieansprechens. Langfristig soll so die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Melanom-Hirnmetastasen nachhaltig verbessert werden.

Projektleitung: Dr. rer. nat. Torben Redmer

Nationale Obduktionsnetzwerk (NATON) - Teilprojekt eLEVATE

Das Nationale Obduktionsnetzwerk (NATON) stellt eine bundesweite Forschungsinfrastruktur zur systematischen Nutzung von Obduktionsdaten und postmortalen Biomaterialien dar. Innerhalb dieses Netzwerks bündelt das Teilprojekt eLEVATE zentrale wissenschaftliche Fragestellungen zur krankheitsübergreifenden Analyse pathophysiologischer Mechanismen.

Am Standort wird im Rahmen von eLEVATE das Arbeitspaket AP3 bearbeitet, das sich auf die Erforschung von Tumorerkrankungen und Metastasierungsprozessen konzentriert. Ziel ist die integrative Analyse klinischer, bildgebender und obduktionsbasierter Daten sowie die Gewinnung und Untersuchung hochwertiger Proben aus Primärtumoren und Metastasen verschiedener Organe.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung früher Metastasierungsereignisse („Seeding“), der Entwicklung von Mikro- zu Makrometastasen sowie der organspezifischen Ausbreitung von Tumoren. Darüber hinaus werden die zelluläre und molekulare Heterogenität von Metastasen unter verschiedenen Therapielinien sowie therapiebedingte Veränderungen, etwa durch moderne immunonkologische Ansätze, untersucht.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Mechanismen der Tumorprogression und Therapieresistenz besser zu verstehen und neue Ansätze für Diagnostik und Therapie zu entwickeln.

Projektleitung: Prof. Dr. med. Josefine Radke

Spatial Transcriptomics Analyse

An unserem Institut werden bis zum Jahresende weitere Forschungsthemen entwickelt, die sich insbesondere mit der Spatial-Transcriptomics-Analyse von Tumoren beschäftigen.

Bleiben Sie gespannt!

Wissenschaftliche Leitung: Dr. rer. nat. Torben Redmer