Informationen für Einsender

Die Core Unit Genomics der Universitätsmedizin Greifswald bietet ein breites Spektrum moderner molekulargenetischer Diagnostik und unterstützt Einsender*innen mit klar strukturierten Abläufen von der Probengewinnung bis zur Befunderstellung. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zu Leistungsangebot, präanalytischen Anforderungen sowie organisatorischen Abläufen für die Einsendung von Proben.

Leistungsangebot

Unser vollständiges Leistungsangebot finden Sie auf dem Anforderungsschein (inklusive der Einwilligungserklärung nach Gendiagnostikgesetz). Bitte kontaktieren Sie uns (genomics-coreunit@med.uni-greifswald.de – Tel.: 03834/86 8170) falls eine gewünschte Diagnostik hier nicht aufgeführt ist.

 

Bearbeitungsdauer

 Auftrag

 Bearbeitungsdauer nach  vollständigem Auftragseingang

 Tumorgenetische Analysen

 ≤ 4 Wochen

 Tumorgenetische Analysen mit  Bezeichnung FastTrack

 ≤ 3 Werktage

 Humangenetische Analysen

 ≤ 3 Monate

 Aufträge mit Anmeldung als EILT  auf Anforderungsschein

 ca. 2 Wochen

Beauftragung von Untersuchungen

Diagnostische humangenetische Untersuchungen bei betroffenen Personen, sowie tumorgenetische Untersuchungen können von jeder approbierten Ärztin bzw. jedem approbierten Arzt beauftragt werden. Gemäß GenDG dürfen prädiktive humangenetische Analysen gesunder Personen oder pränatale Analysen ausschließlich von Fachärztinnen und Fachärzten für Humangenetik oder von Fachärztinnen und Fachärzten anderer Gebiete mit der Zusatzbezeichnung „Fachgebundene genetische Beratung“ nach erfolgter humangenetischer Beratung veranlasst werden. 

Bei Bedarf einer humangenetischen Beratung verweisen wir auf die humangenetische Sprechstunde des kooperierenden MVZ der Universitätsmedizin Greifswald GmbH (E-Mail: mvz-campus@med.uni-greifswald.de; Tel.: 03834 86 7790).

Probenentnahme

Die Probenentnahme erfolgt steril. Probengefäße dürfen nach der Probenentnahme nicht mehr geöffnet werden.

Probenmaterial

Hinweis zur Entnahme

EDTA-Blut

Bitte schwenken Sie die bis zur Markierung gefüllten Monovetten nach der Blutentnahme ausreichend, um eine Gerinnung zu verhindern.

DNA

Bitte führen Sie eine Messung der DNA-Qualität und -Konzentration bei Aliquotierung durch.

Fruchtwasser

 

Bitte um Mitsendung einer maternalen Blut-/DNA-Probe zum Kontaminationsausschluss.

Chorionzotten

Bitte um Mitsendung einer maternalen Blut-/DNA-Probe zum Kontaminationsausschluss.

Chorionzotten sollten frei von maternaler Dezidua sein.

Frischgewebe

Bitte geben Sie das Frischgewebe unmittelbar nach Entnahme in ein Probengefäß gefüllt mit steriler Kochsalzlösung oder einem sterilen Transportmedium.

Bedingungen für die Annahme von Proben

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihre Untersuchungsaufträge nur annehmen können, wenn diese Kriterien vollständig erfüllt sind:

  • Probengefäße sind beschriftet mit: Nachname, Vorname, Geburtsdatum, Entnahmedatum, ggf. Zweitproben gekennzeichnet. Zusätzlich bei DNA: Volumen und Konzentration.
  • Vollständig ausgefüllter Anforderungsschein, für Keimbahnanalysen (tumorgenetische Diagnostik), sowie für humangenetische Diagnostik wird zwingend eine Einwilligungserklärung nach GenDG benötigt, die von der verantwortlichen ärztlichen Person, sowie dem Patienten/der Patientin bzw. einer bevollmächtigten gesetzlichen Vertretung oder sorgeberechtigten Person unterschrieben sein muss.
  • Für Auftragsleistungen an das kooperierende MVZ der Universitätsmedizin Greifswald GmbH bei gesetzlich versicherten Patient*innen: Laborüberweisungsschein
  • Für Auftragsleistungen bei stationären gesetzlich versicherten Patient*innen: Vermerk auf Anforderungsschein "GKV stationär – Rechnung an einsendende Klinik"
  • Für privat versicherte Patient*innen oder Selbstzahler*innen: Eine gültige Kostenübernahmeerklärung der/s Patienten/in oder der privaten Krankenkasse der/s Patienten/in. Bitte kontaktieren Sie uns, falls Sie zum Einholen einer Kostenübernahmeerklärung bei Ihrer privaten Krankenkasse einen Kostenvoranschlag benötigen (genomics-coreunit@med.uni-greifswald.de – Tel.: 03834/86 8170).

Probenlagerung und -transport

Bitte frieren Sie das Probenmaterial vor dem Transport nicht ein. Für den Probentransport gelten folgende Anforderungen:

Probenmaterial

Erforderliche Menge

Probengefäß

Temperatur

Transportzeit

FFPE

1 Block oder 5–10 unbeschichtete Schnitte (5 –10 µm)

FFPE-Block in Versandbox oder Objektträger in Objektträger-Box

Raumtemperatur

unbegrenzt

EDTA-Blut

2-3 ml (Kinder < 3 J 0,5-1 ml)

EDTA-Monovetten (z.B. Sarstedt)

Raumtemperatur

≤ 7 Tage

DNA

2 µg mit >50 ng/µl

Mikroreaktions-gefäß (z.B. 1,5ml Eppendorf)

Raumtemperatur

unbegrenzt 

Fruchtwasser

15 – 20 ml

Steriles Falcon-Röhrchen, ohne Zusätze

Raumtemperatur

≤ 24 h

Chorionzotten

15 mg

Schraubröhrchen mit steriler Kochsalzlösung oder Transportmedium

Raumtemperatur

≤ 24 h

Frischgewebe

20 mg

Schraubröhrchen mit steriler Kochsalzlösung oder Transportmedium

2 - 8°C

≤ 24 h

Informationen zu anderen Probenmaterialien erhalten Sie unter genomics-coreunit@med.uni-greifswald.de – Tel.: 03834/86 8170.

Kurierdienst

Postversand

Für den Postversand verwenden Sie als Versandgefäß eine Außenverpackung gemäß Verpackungsanweisung P650 für Biologischer Stoff, Kategorie B (UN 3373). Diese stellen wir auf Anfrage zur Verfügung. Verwenden Sie folgende Anschrift:

Restrisiken und Haftungsausschluss

Trotz standardisierter und validierter Verfahren können bei Probeneinsendungen, die nicht den definierten präanalytischen Anforderungen entsprechen, erhöhte Restrisiken bestehen. In solchen Fällen kann die Untersuchung nicht, nur eingeschränkt oder mit erhöhter diagnostischer Unsicherheit durchgeführt werden. Für daraus resultierende Verzögerungen, Qualitätsminderungen oder nicht durchführbare Analysen wird keine Haftung übernommen.

 

Dies betrifft insbesondere folgende Sachverhalte:

 Ungeeignetes Probenmaterial

 

 Dies kann zu unzureichender DNA-Quantität und/oder -Qualität führen. Die  angeforderte Analyse kann dadurch eingeschränkt oder nicht durchführbar sein.

 Fehlende oder unzureichende   Probenkennzeichnung

 Aufgrund des erhöhten Risikos einer Probenverwechslung und potenziell  fehlerhaften Befundzuordnung werden solche Proben grundsätzlich nicht bearbeitet. Eine Annahme erfolgt nur in begründeten Ausnahmefällen (z. B. bei unwiederbringlichem Probenmaterial) nach dokumentierter Risikoabwägung.

 Beschädigte Probengefäße

 

 Proben in defekten oder undichten Primärgefäßen werden in der Regel aus Gründen der Kontaminationsgefahr sowie des Arbeitsschutzes verworfen.

 Unvollständige Begleitunterlagen

 Fehlende klinische Angaben oder Auftragsinformationen führen zu einer Verzögerung des Analysestarts und/oder der Befunderstellung; die reguläre Bearbeitungszeit kann dadurch überschritten werden.