Die Core Unit Genomics der Universitätsmedizin Greifswald bietet ein breites Spektrum moderner molekulargenetischer Diagnostik. Einsender*innen werden durch klar strukturierte Prozesse, von der Probengewinnung bis zur Befunderstellung, umfassend unterstützt.
Auf dieser Seite finden Sie alle relevanten Informationen zum Leistungsangebot, zu präanalytischen Anforderungen sowie zu den organisatorischen Abläufen der Probeneinsendungen.
Kontakt für Anfragen:
genomics-coreunit@med.uni-greifswald.de
Tel.: 03834 - 86 8170
Fax: 03834 - 86 798170
Unser vollständiges Leistungsangebot finden Sie auf dem Anforderungsschein (inklusive der Einwilligungserklärung nach Gendiagnostikgesetz).
Bitte kontaktieren Sie uns, falls eine gewünschte Diagnostik hier nicht aufgeführt ist:
Bearbeitungsdauer nach Probeneingang:
| Auftrag | Bearbeitungsdauer nach vollständigem Auftragseingang |
|---|---|
| Tumorgenetische Analysen | ≤ 4 Wochen |
| Tumorgenetische Analysen (FastTrack) | ≤ 3 Werktage |
| Humangenetische Analysen | ≤ 3 Monate |
| Aufträge mit Kennzeichnung „EILT“ auf dem Anforderungsschein | ca. 2 Wochen |
Stand: 17.04.2026
Diagnostische humangenetische Untersuchungen bei betroffenen Personen sowie tumorgenetische Analysen können von allen approbierten Ärztinnen und Ärzten beauftragt werden.
Prädiktive humangenetische Untersuchungen bei gesunden Personen sowie pränatale genetische Analysen unterliegen den Vorgaben des Gendiagnostikgesetzes (GenDG). Diese dürfen ausschließlich durch Fachärztinnen und Fachärzte für Humangenetik oder durch entsprechend qualifizierte Fachärztinnen und Fachärzte anderer Gebiete mit der Zusatzbezeichnung „Fachgebundene genetische Beratung“ veranlasst werden. Voraussetzung ist eine vorherige humangenetische Beratung.
Bei Bedarf an einer humangenetischen Beratung wenden Sie sich bitte an die humangenetische Sprechstunde des kooperierenden MVZ der Universitätsmedizin Greifswald:
Stand: 17.04.2026
Die Probenentnahme hat unter sterilen Bedingungen zu erfolgen. Probengefäße dürfen nach der Entnahme nicht erneut geöffnet werden.
| Probenmaterial | Hinweise zur Entnahme und Handhabung |
|---|---|
| EDTA-Blut | Monovetten nach der Blutentnahme bis zur Markierung füllen und anschließend ausreichend schwenken, um eine Gerinnung zu verhindern. |
| DNA | Bei Aliquotierung ist die DNA-Qualität und Konzentration zu bestimmen. |
| Fruchtwasser | Zusätzlich ist eine maternale Blut- oder DNA-Probe zum Ausschluss einer Kontamination mitzusenden. |
| Chorionzotten | Eine maternale Blut- oder DNA-Probe ist zum Kontaminationsausschluss mitzusenden. Zudem sollten Chorionzotten frei von maternaler Dezidua sein. |
| Frischgewebe | Das Gewebe unmittelbar nach der Entnahme in ein Probengefäß mit steriler Kochsalzlösung oder geeignetem sterilem Transportmedium überführen. |
Stand: 17.04.2026
Bitte beachten Sie, dass Untersuchungsaufträge nur bearbeitet werden können, wenn die folgenden Kriterien vollständig erfüllt sind:
Probenkennzeichnung
Unterlagen und Einwilligung
Gesetzlich versicherte Patient*innen (ambulant, MVZ)
Gesetzlich versicherte Patient*innen (stationär)
Privatversicherte Patient*innen / Selbstzahler*innen
Stand: 17.04.2026
Bitte frieren Sie das Probenmaterial vor dem Transport nicht ein. Für den Probentransport gelten folgende Anforderungen:
| Probenmaterial | Erforderliche Menge | Probengefäß | Temperatur | Transportzeit |
|---|---|---|---|---|
| FFPE | 5-10 Curls (5-10 µm) oder 5-10 unbeschichtete Schnitte (5-10 µm) | Curls in Mikroreaktionsgefäß (z. B. 1,5 ml Eppendorf) oder Objektträger in Objektträger-Box | Raumtemperatur | unbegrenzt |
| EDTA-Blut | 2-3 ml (Kinder < 3 J: 0,5-1 ml) | EDTA-Monovetten (z. B. Sarstedt) | Raumtemperatur | ≤ 7 Tage |
| DNA | 2 µg mit >50 ng/µl | Mikroreaktionsgefäß (z. B. 1,5 ml Eppendorf) | Raumtemperatur | unbegrenzt |
| Fruchtwasser | 15-20 ml | Steriles Falcon-Röhrchen, ohne Zusätze | Raumtemperatur | ≤ 24 h |
| Chorionzotten | 15 mg | Schraubröhrchen mit steriler Kochsalzlösung oder Transportmedium | Raumtemperatur | ≤ 24 h |
| Frischgewebe | 20 mg | Schraubröhrchen mit steriler Kochsalzlösung oder Transportmedium | 2-8°C | ≤ 24 h |
Bei Fragen zum Probenmaterial kontaktieren Sie uns bitte unter:
Untersuchungsproben sind gemäß Verpackungsanweisung P650 in einer geeigneten, starren Außenverpackung zu versenden.
Verpackung von flüssigem Probenmaterial
Klassifizierung und Kennzeichnung
Einschränkungen
Proben, die bekanntermaßen oder begründet verdächtigt Erreger der Risikogruppe 3 oder höher gemäß Biostoffverordnung enthalten, werden nicht angenommen.
Zusendung der Bioproben an folgende Anschrift:
Institut für Molecular Genomics, Abt. Core Unit Genomics
Universitätsmedizin Greifswald - KdöR -
Walther-Rathenau-Straße 49a
17489 Greifswald
Stand: 17.04.2026
Trotz standardisierter und validierter Verfahren können bei Probeneinsendungen, die nicht den definierten präanalytischen Anforderungen entsprechen, erhöhte Restrisiken bestehen. In solchen Fällen kann die Untersuchung nicht, nur eingeschränkt oder mit erhöhter diagnostischer Unsicherheit durchgeführt werden.
Für daraus resultierende Verzögerungen, Qualitätsminderungen oder nicht durchführbare Analysen wird keine Haftung übernommen.
| Ungeeignetes Probenmaterial | Kann zu unzureichender DNA-Quantität und/oder -Qualität führen. Die angeforderte Analyse ist unter Umständen nur eingeschränkt oder nicht durchführbar. |
| Fehlende oder unzureichende Probenkennzeichnung | Aufgrund des erhöhten Risikos von Probenverwechslungen und fehlerhaften Befundzuordnungen werden solche Proben grundsätzlich nicht bearbeitet. Eine Annahme erfolgt nur in begründeten Ausnahmefällen (z. B. bei unwiederbringlichem Probenmaterial) nach dokumentierter Risikoabwägung. |
| Beschädigte Probengefäße | Proben in defekten oder undichten Primärgefäßen werden in der Regel aus Gründen der Kontaminationsgefahr sowie des Arbeitsschutzes verworfen. |
| Unvollständige Begleitunterlagen | Fehlende klinische Angaben oder Auftragsinformationen führen zu einer Verzögerung des Analysestarts und/oder der Befunderstellung; die reguläre Bearbeitungszeit kann dadurch überschritten werden. |
Stand: 17.04.2026