Medizinische Informatik

Die Arbeitsgruppe Medizinische Informatik entwickelt, implementiert und evaluiert digitale Methoden, die klinisches Wissen und Routinedaten für konkrete Entscheidungen in der Patientenversorgung nutzbar machen.

Wir verbinden medizinische Informatik, klinische Expertise und Softwareentwicklung. Dabei reicht unser Spektrum von computer-interpretierbaren Leitlinien und interoperablen Datenmodellen über automatisiertes Qualitätsmonitoring bis zu prädiktiven KI-Modellen.

Forschungsschwerpunkte

  • Digitale Leitlinien & wissensbasierte Entscheidungsunterstützung

    Wir überführen Leitlinienempfehlungen und Qualitätsindikatoren in standardisierte, computer-interpretierbare Formate und verknüpfen sie mit klinischen Routinedaten. So können Anwendbarkeit und Umsetzung evidenzbasierter Empfehlungen automatisiert geprüft und patientenbezogene Entscheidungshilfen bereitgestellt werden.

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  • Künstliche Intelligenz in Anästhesie und Intensivmedizin

    Wir entwickeln und evaluieren Modelle zur Vorhersage klinisch relevanter Ereignisse aus longitudinalen Routinedaten. Im Mittelpunkt stehen Foundation Models, klinische relevante Validierung und die Generalisierbarkeit zwischen Krankenhäusern.

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  • Digitales Qualitätsbenchmarking & Interoperabilität

    Wir standardisieren intensivmedizinische Routinedaten, entwickeln wiederverwendbare klinische Logik und ermöglichen standortübergreifend vergleichbare Qualitätsmessungen. Dafür kombinieren wir unter anderem OMOP, FHIR, internationale Terminologien und Clinical Quality Language (CQL).

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Aktuelles

  • August 2026: Benchmark für leitlinienbasiertes medizinisches Question Answering

    Mit cpgQA-DE haben wir einen validierten deutschsprachigen Benchmark zur Evaluation der Fähigkeit von Large Language Models Fragen zu Deutschen Behandlungsleitlinien zu beantworten entwickelt.

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  • März 2026: Realitätsnahe Evaluation von Sepsis-Prädiktionsmodellen

    Wir zeigen, wie stark die gemessene Modellleistung von der gewählten Evaluationsstrategie und vom klinischen Anwendungsszenario abhängt. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung externer Validierung und einsatznaher Endpunkte.

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  • Januar 2026: Multizentrische Evaluation eines automatisierten Leitlinien-Adhärenzmonitoring-Systems

    Wir haben ein interoperables System zur automatisierten Bewertung von Leitlinienanwendbarkeit und -adhärenz entwickelt, an fünf Universitätskliniken auf mehr als 82.000 Intensivaufenthalte und rund 2,2 Millionen Behandlungstage angewendet und gegen ärztliche Bewertungen validiert.

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Team und Kontakt

Leitung

Mitarbeitende & Studierende

  • Dr. med. Sebastian Gibb
  • Jan Moringen
  • Elaine Kühne

Kontakt: {vorname.nachname}@med.uni-greifswald.de

Mitarbeit und Abschlussarbeiten

Wir bieten Bachelor-, Master- und Promotionsarbeiten in interdisziplinären Projekten mit direktem Praxisbezug. Interessierte Studierende sind herzlich willkommen!