Pädiatrische Immunologie, Allergologie und Rheumatologie

In der Pädiatrischen Immunologie, Allergologie und Rheumatologie werden Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen des Immunsystems, allergologischen Krankheitsbildern sowie chronisch-entzündlichen Erkrankungen der Gelenke, Gefäße und des Bindegewebes betreut.

Die Diagnostik und Behandlung erfolgen ambulant und bei Bedarf stationär in enger Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen der Universitätsmedizin Greifswald.

Profil / Schwerpunkt

Der Bereich Pädiatrische Immunologie, Allergologie und Rheumatologie bündelt spezialisierte Angebote für Kinder und Jugendliche mit immunologischen, allergologischen und rheumatologischen Erkrankungen.

Dazu gehören die Abklärung von Infektanfälligkeit und Immundefekten, die Diagnostik und Behandlung von Allergien sowie die Versorgung chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie der juvenilen idiopathischen Arthritis.

Komplexe Krankheitsbilder werden interdisziplinär diagnostiziert und behandelt. Je nach Erkrankung besteht eine Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen, unter anderem Kinder-Pneumologie, Kinder-Gastroenterologie, Kinder-Nephrologie, Kinder-Endokrinologie, Kinder-Radiologie, Dermatologie, HNO, Augenheilkunde und Kinderorthopädie.

Spektrum der behandelten Erkrankungen

Zum Behandlungsspektrum gehören immunologische, allergologische und rheumatologische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

Immunologie

  • Antikörpermangelerkrankungen, z. B. Hypo- und Agammaglobulinämie, CVID und IgA-Mangel
  • Autoinflammatorische Erkrankungen, z. B. periodische Fiebersyndrome, familiäres Mittelmeerfieber und PFAPA
  • schwere kombinierte Immundefekte, z. B. SCID
  • kombinierte und syndromale Immundefekte, z. B. Ataxia teleangiectasia und DiGeorge-Syndrom / 22q11-Mikrodeletion
  • Erkrankungen mit Immundysregulation
  • Phagozytendefekte, Störungen des angeborenen Immunsystems und Komplementdefekte
  • Abklärung von Infektanfälligkeit

Allergologie

  • Anaphylaxie
  • Arzneimittelallergien
  • atopisches Ekzem
  • Insektengiftallergien
  • Nahrungsmittelallergien
  • Pollinose, z. B. Pollenallergie
  • Urtikaria

Rheumatologie

  • juvenile idiopathische Arthritis
  • Uveitis
  • Kollagenosen, z. B. systemischer Lupus erythematodes
  • juvenile Dermatomyositis
  • Sklerodermie
  • Vaskulitiden, z. B. Kawasaki-Syndrom und Purpura Schönlein-Henoch
  • periodische Fiebersyndrome
  • chronische nicht-bakterielle Osteitis
  • Schmerzverstärkungssyndrome, Hypermobilitätssyndrom, Akrozyanose und Raynaud-Syndrom

Angebotene Diagnostik

Die Diagnostik richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild und erfolgt teilweise in der Universitätsmedizin Greifswald sowie teilweise in spezialisierten auswärtigen Laboren.

Immunologische Diagnostik

  • Immunglobuline, einschließlich Isotypen und IgG-Subklassen
  • spezifische Antikörper, z. B. IgG und IgM
  • Lymphozyten-Subtypisierung einschließlich T- und B-Zell-Reifung
  • Lymphozyten-Proliferation
  • Phagozytose-Testung
  • Komplement-Analysen, z. B. CH50, AP50 und Einzelfaktoren
  • Inflammationsmarker, z. B. Serum-Amyloid A und S100A8/A9
  • molekulargenetische Untersuchungen

Allergologische Diagnostik

  • Hauttests, z. B. Prick-Test
  • spezifische IgE-Antikörper im Serum
  • Mastzelltryptase und Diaminoxidase
  • Provokationstestungen mit Nahrungsmitteln oder Arzneimitteln
  • bei Bedarf weitere Verfahren wie nasale Provokation oder Epikutantestung in Kooperation mit HNO- oder Hautklinik

Rheumatologische Diagnostik

  • standardisierter Gelenkstatus
  • Ultraschalluntersuchung der Gelenke
  • kinderradiologische Untersuchungen, z. B. Röntgen und Magnetresonanztomographie

Angebote und Behandlungen

Die Behandlung erfolgt abhängig vom Krankheitsbild überwiegend ambulant, bei Bedarf aber auch stationär.

In der Allergologie werden Kinder und Jugendliche mit Verdacht auf Allergien sowie mit schweren oder komplizierten Verläufen betreut. Dazu gehören ambulante Diagnostik, Provokationstestungen und stationäre Betreuung bei ausgewählten Fragestellungen.

In der Immunologie stehen die Abklärung und Behandlung angeborener und erworbener Erkrankungen des Immunsystems im Vordergrund. Ziel ist eine präzise immunologische Einordnung der Beschwerden sowie ein geeignetes Behandlungs- und Verlaufskonzept.

In der Rheumatologie werden chronisch-entzündliche Erkrankungen der Gelenke, Muskeln, Knochen, Gefäße und des Bindegewebes behandelt. Die Therapie umfasst unter anderem Basistherapeutika, Biologika sowie bei Bedarf die Gabe von Cortison in entzündete Gelenke.

Team

Allergologie

  • Herr PD Dr. med. Sebastian Schmidt
  • Herr PD Dr. med. Thomas Hirsch
  • Frau Juliane Brose

Rheumatologie

  • Frau Juliane Brose

Immunologie

  • Frau Dr. med. Leah Klingel 

Fachgesellschaften / Zertifizierungen

Die spezialisierten Bereiche sind in pädiatrisch-immunologische, allergologische und rheumatologische Fachgesellschaften eingebunden.

  • Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie
  • Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie (API)
  • European Society for Immunodeficiencies (ESID)
  • Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie
  • Paediatric Rheumatology European Society

Selbsthilfegruppen / weiterführende Informationen

Für Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien können Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen eine wichtige zusätzliche Unterstützung bieten.

  • Deutsche Rheuma-Liga
  • Deutsche Kinderrheuma-Stiftung

Weitere krankheitsspezifische Selbsthilfe- und Informationsangebote können nach interner Abstimmung ergänzt werden.

Kontakt und Terminvereinbarung

Allergologie
Freitag 9.00–14.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Immunologie
Montag 8.30–13.00 Uhr
Dienstag 14.00–16.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Rheumatologie
Montag 8.30–13.00 Uhr
Dienstag 14.00–16.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Telefonische Terminvergabe
Mo.–Fr. 9.00–12.00 Uhr
Tel.: 03834 86-6340

Bitte bringen Sie, soweit vorhanden, folgende Unterlagen mit:

  • Überweisung für die jeweilige Spezialsprechstunde
  • Krankenversicherungskarte
  • gelbes Untersuchungsheft
  • Impfausweis
  • Arztbriefe und Laborwerte
  • Röntgen- oder MRT-Bilder auf CD
  • Medikamentenliste
  • Beschwerdetagebücher, falls vorhanden
  • gegebenenfalls Fotos, z. B. von Hautausschlägen