CID-Klinik für Immundefekte

In der CID-Klinik für Immundefekte werden Kinder und Jugendliche mit angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Immunsystems diagnostiziert und behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Abklärung von Infektanfälligkeit, schweren oder wiederkehrenden Infektionen sowie kombinierten Immundefekten.

Die Diagnostik und Behandlung erfolgen interdisziplinär und in enger Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen der Universitätsmedizin Greifswald.

Profil / Schwerpunkt

Die CID-Klinik für Immundefekte ist auf die Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Erkrankungen des Immunsystems ausgerichtet. Dazu gehören angeborene primäre Immundefekte ebenso wie erworbene Störungen des Immunsystems.

Häufig zeigen sich Immundefekte durch wiederholte oder besonders schwere Infektionen. Daneben können auch Autoimmun-Symptome oder autoinflammatorische Beschwerden auftreten, zum Beispiel wiederkehrende Fieberschübe.

Viele Immundefekte sind genetisch bedingt. Die fachgerechte Diagnostik und Therapie erfordern daher spezialisierte immunologische Untersuchungen und Erfahrung in der Interpretation komplexer Befunde.

Spektrum der behandelten Erkrankungen

Zum Behandlungsspektrum gehören angeborene und erworbene Erkrankungen des Immunsystems.

  • Antikörpermangelerkrankungen, z. B. Hypo- und Agammaglobulinämie, CVID und IgA-Mangel
  • Autoinflammatorische Erkrankungen, z. B. periodische Fiebersyndrome, familiäres Mittelmeerfieber und PFAPA
  • Schwere kombinierte Immundefekte, z. B. SCID
  • Kombinierte Immundefekte, z. B. Ataxia teleangiectasia
  • Syndromale Immundefekte, z. B. DiGeorge-Syndrom / 22q11-Mikrodeletion
  • Erkrankungen mit Immundysregulation
  • Phagozytendefekte, z. B. septische Granulomatose
  • Störungen des angeborenen Immunsystems
  • Komplementdefekte
  • Abklärung von Infektanfälligkeit

Angebotene Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt teilweise im Haus und teilweise in spezialisierten auswärtigen Laboren.

  • Immunglobuline, einschließlich Isotypen und IgG-Subklassen
  • Spezifische Antikörper, z. B. IgG und IgM
  • Lymphozyten-Subtypisierung einschließlich T- und B-Zell-Reifung
  • Lymphozyten-Proliferation
  • Phagozytose-Testung
  • Komplement-Analysen, z. B. CH50, AP50 und Einzelfaktoren
  • Inflammationsmarker, z. B. Serum-Amyloid A und S100A8/A9
  • Molekulargenetische Untersuchungen

Angebote und Behandlungen

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden immunologischen Erkrankung und dem individuellen Krankheitsverlauf.

Die teilweise komplexen Krankheitsbilder werden interdisziplinär diagnostiziert und behandelt. Dafür besteht eine Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen, unter anderem Kinder-Gastroenterologie, Kinder-Pneumologie, Kinder-Nephrologie, Kinder-Endokrinologie, Kinder-Radiologie, pädiatrischer Hämatologie und Dermatologie.

Ziel ist eine präzise immunologische Einordnung der Beschwerden sowie die Entwicklung eines geeigneten Behandlungs- und Verlaufskonzeptes.

Team

Die Teamangaben der CID-Klinik für Immundefekte werden derzeit aktualisiert.

Fachgesellschaften / Zertifizierungen

Die pädiatrische Immunologie ist fachlich in immunologische Netzwerke und Fachgesellschaften eingebunden.

  • Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie (API)
  • European Society for Immunodeficiencies (ESID)

Die Universitätsmedizin Greifswald ist in einer Übersicht der CID-Kliniken und CID-Zentren mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin / Pädiatrische Immunologie aufgeführt.

Selbsthilfegruppen / weiterführende Informationen

Informationen zu Selbsthilfegruppen und weiterführenden Unterstützungsangeboten werden ergänzt.

Kontakt und Terminvereinbarung

Sprechstunde
Montag 8.30–13.00 Uhr
Dienstag 14.00–16.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Telefonische Terminvergabe
Mo.–Fr. 9.00–12.00 Uhr
Tel.: 03834 86-6340

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen mit:

  • Überweisung für die Immunologie
  • Krankenversicherungskarte
  • gelbes Untersuchungsheft
  • Impfausweis
  • Arztbriefe und Laborwerte
  • Röntgen- oder MRT-Bilder auf CD
  • Medikamentenliste
  • gegebenenfalls Fotos, z. B. von Hautausschlägen