Klarstellung zur kardiologischen und herzchirurgischen Versorgung in Greifswald und Karlsburg
Aus gegebenem Anlass erläutern wir noch einmal die Aufteilung der herzchirurgischen und der kardiologischen Leistungen zwischen der Unimedizin Greifswald und dem Klinikum Karlsburg:
Die interventionelle kardiologische Expertise steht weiterhin an beiden Standorten in vollem Umfang zur Verfügung. Diagnostische und interventionelle Herzkatheterverfahren werden sowohl in Greifswald als auch in Karlsburg durchgeführt.
Am Standort Greifswald wird die interventionelle Herzmedizin zudem gezielt weiter gestärkt, unter anderem durch den Ausbau der Katheterlabor-Kapazitäten sowie die Etablierung eines modernen Hybrid-Herzkatheterlabors für komplexe strukturelle und koronare Herzinterventionen.
Zum jetzigen Zeitpunkt wurden lediglich die planbaren herzchirurgischen Eingriffe am Standort Karlsburg gebündelt. Herzchirurgische Notfalleingriffe werden weiterhin am Standort Greifswald durchgeführt. Die Versorgung herzchirurgischer Patientinnen und Patienten erfolgt dabei in enger Abstimmung zwischen beiden Standorten. Abhängig von der klinischen Situation wird gemeinsam entschieden, ob eine unmittelbare Versorgung vor Ort erforderlich ist oder ob die Behandlung im herzchirurgischen Zentrum in Karlsburg erfolgt.
Da die kardiologische Implantation von Transkatheter-Aortenklappen an Krankenhäusern mit herzchirurgischen Abteilungen gebunden ist, wurde zudem das TAVI-Programm der UMG ebenfalls an den Standort Karlsburg verlegt. Parallel dazu werden die ärztlichen Teams beider Standorte zunehmend in ein gemeinsames Herzzentrum integriert. Durch gemeinsame Versorgungsstrukturen und standortübergreifende Rotationskonzepte entsteht perspektivisch ein kardiovaskuläres Team, das eine einheitlich hohe Versorgungsqualität an beiden Standorten sicherstellt.