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Die Unimedizin Greifswald und das Herz- und Diabeteszentrum Karlsburg wachsen weiter erfolgreich zusammen. Beide Standorte profitieren. Sie setzen bereits um, was die Gesundheitsreform auf Bundesebene vorsieht.

Die Universitätsmedizin Greifswald und das Klinikum Karlsburg hatten im Sommer 2025 verkündet, zum 1. Januar 2027 fusionieren zu wollen. Zum Jahresbeginn 2026 erwarb die Unimedizin das Klinikum von der in Hamburg sitzenden Dr. Guth-Gruppe. Seitdem wird in Greifswald und Karlsburg intensiv an der gemeinsamen Weiterentwicklung gearbeitet.

Es gehe darum „die Ressourcen beider Häuser bestmöglich zum Wohl der Patientinnen und Patienten zu bündeln“, begründet Prof. Klaus Hahnenkamp, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald: „Für die Menschen ist nicht von Bedeutung, ob sie am einen oder am anderen Standort behandelt werden: Was zählt ist, dass sie vom hervorragend ausgebildeten Personal erstklassig versorgt werden. Daran arbeiten wir, auch durch Investitionen an beiden Standorten.“

So bilden beide Häuser längst interdisziplinäre Teams bei vielen Arten von Operationen. Sie liegen damit sowohl vor dem eigenen Fahrplan auf dem Weg zur Fusion als auch vor großen Teilen der bundesweiten Krankenhauslandschaft.

Aus dem „Versorgungshaus“, wie es Prof. Wolfgang Motz nennt, wird bereits „ein Krankenhaus mit wissenschaftlicher Forschung“. Als Beispiel nennt der Ärztliche Direktor des Klinikums Karlsburg die Diabetologie. Erfahrungen fließen in neueste Studien ein und tragen so zur Verbesserung von Krankheitserkennung und Behandlungsmöglichkeiten bei.

Weiteres Beispiel: Bereits seit Februar sind die herzmedizinischen Eingriffe auf die beiden Häuser verteilt; die Bereiche werden am jeweiligen Standort gestärkt und ausgebaut. Die Leitung der Karlsburger Kardiologie hat zum 1. Juli Prof. Christian Templin übernommen; er ist bereits Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin-B der Unimedizin, zu der die Greifswalder Kardiologie gehört.

„Wir wollen miteinander besser und größer werden“, sagt Prof. Klaus Hahnenkamp entschieden: „Wir wollen am Ende mehr haben als nur die Summe der beiden Häuser.“