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Neues aus der Wissenschaft

WissKomm-Ticker

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Europaweit gemeinsam gegen Hirnmetastasen

Hirnmetastasen sind in der Behandlung herausfordernd, da sie sich weiterentwickeln und widerstandsfähig gegen Therapien werden können. Die Unimedizin Greifswald ist Teil des europäischen Forschungsprojekts STAR-MBM, das im Rahmen von Horizont Europa, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union, gefördert wird. Gemeinsam mit weiteren Partnern aus Deutschland, Ungarn, Norwegen und Österreich arbeitet die Universitätsmedizin Greifswald in einem internationalen Netzwerk, das von der Projektleitung Dr. Torben Redmer von Österreich aus koordiniert wird. Ziel ist es, eine Strategie zur Bekämpfung dieser Resistenzen zu erarbeiten. Im Fokus des im Juni gestarteten Forschungsprojekts STAR-MBM steht die Widerstandsfähigkeit von durch schwarzen Hautkrebs entstandenen Hirnmetastasen.

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NAKO-Podiumsdiskussion auf der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft

Die Relevanz von Bevölkerungsstudien stand im Mittelpunkt einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion in Rostock. Unter dem Titel „Die NAKO Gesundheitsstudie: Datengrundlage für das Gesundheitssystem von morgen“ diskutierten führende Köpfe aus Wissenschaft, Versorgung und Politik die Zukunft der Medizin. Die Session bot tiefgehende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der NAKO. Gleichzeitig unterstrich sie deren zentralen Beitrag zu einer evidenzbasierten, zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung.

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Ymolution gewinnt Baltic Sea Region Health Innovation Award

Das neu gegründete Start-up hat eine bahnbrechende Plattform für die tierversuchsfreie Herstellung hochspezifischer Nanoantikörper entwickelt. Der Baltic Sea Region Health Innovation Award wird unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig, im Rahmen der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft verliehen - ein Preis für Start-ups und solche, die es noch werden wollen. Die Gewinner*innen des 6. „Baltic Sea Region Health Innovation Award“ (BSR HIA) wurden am 11. Juni 2026 auf der 21. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft von Minister Dr. Wolfgang Blank mit Geld- bzw. Sachleistungen ausgezeichnet.

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Vom Schädling zum nützlichen Werkzeug

Forschende des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) haben gezeigt, dass sich Larven der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella) als alternatives Infektionsmodell eignen, um die Gefährlichkeit von Bakterien im größeren Maßstab zu untersuchen. Dadurch könnten Tierversuche an Säugetieren künftig deutlich reduziert werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in „The Lancet Microbe“ veröffentlicht.

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Bedeutende Förderung mit internationaler Kooperation

Ob große Weltlage oder kleine Mundhöhle: Für seine Forschungen zur Gesamtheit aller Mikroben, dem Mikrobiom, erhielten Prof. Johannes Hertel von der Universitätsmedizin Greifswald und seine Kooperationspartner nun zwei hochkarätige Förderungen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Volkswagen-Stiftung. Überraschend: Die Zusage der VW-Stiftung erhielt er im Losverfahren. Projektpartner sind jeweils die Johns-Hopkins-Universität in den USA und das Universitätsklinikum Freiburg.

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Seltene Erkrankungen mit einem Tropfen Blut erkennen

Gestörte Blutstillung, große blaue Flecken ohne erkennbaren Grund seit dem Kindesalter: Hierfür kann eine angeborene Thrombozytenstörung verantwortlich sein. Mehr als 70 dieser erblichen Erkrankungen sind bekannt - aber sie sind schwer zu diagnostizieren. Betroffene Patienten haben oft einen Jahrelangen Leidensweg hinter sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wird. Greifswalder Forscher haben jetzt eine vielversprechende Methode am Mikroskop entwickelt, bei der bereits Neugeborene mit nur einem Tropfen Blut getestet werden können. 

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Greifswalder Revolution in der Notfallmedizin

Ein Greifswalder Forschungsteam hat ein universell einsetzbares Blutplasma für alle Blutgruppen entwickelt. Perspektivisch werden dadurch Engpässe in der Versorgung mit Blutplasma vermieden, was gerade in der Notfallversorgung von Patient*innen klare Vorteile bringt. Das Paul-Ehrlich-Institut als Bundesoberbehörde für Arzneimittel hat das Verfahren nun zugelassen. Bisher gab es weltweit nur ein weiteres Verfahren dieser Art. Der Unterschied: Die Greifswalder Variante ist schneller und günstiger. 

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Gesundheitsstudie SHIP: Start der sechsten Untersuchungswelle der ersten Bevölkerungsgruppe

Mit dem Start der neuen Untersuchungswelle SHIP-START-5 beginnt im Greifswalder SHIP-Untersuchungs zentrum im März die sechste medizinische Untersuchungsreihe zur ersten Bevölkerungsgruppe des Pro jektes „Study of Health in Pomerania“ (SHIP). Seit dem Beginn der Langzeitstudie im Jahr 1997 begleiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald mehrere tausend Menschen aus Vorpommern über Jahrzehnte hinweg medizinisch und zahnmedizinisch.

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Bekämpfung von Jodmangel in Europa – Greifswalder EUthyroid2-Projekt im European Thyroid Journal

Die Folgen von Jodmangel verursachen enorme Kosten für die Gesundheitssysteme. Das EU-geförderte Projekt „EUthyroid2“ befasst sich mit dem Problem und wird an der Universitätsmedizin Greifswald von Professor Henry Völzke und seinem Team koordiniert. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel im European Thyroid Journal skizzierte das Projektteam einen umfangreichen Plan zur Behebung des Jodmangels in Europa. 

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Weitere News aus unserem WissKomm-Ticker finden Sie in unserem Archiv.

Forschung im Dialog

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Zwei Nachwuchsforschende über ihren ersten DFG-Antrag

Dr. Ruba Al Abdulla vom Institut für Medizinische Biochemie und Molekularbiologie und Dr. Robin Pilz vom Institut für Humangenetik: Zwei Forschende, die zum ersten Mal erfolgreich einen DFG-Antrag gestellt haben. Im Gespräch erzählen sie uns, woran sie forschen und wie man einen solchen Antrag angeht.

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„Wir müssen frühzeitig handeln, 5 nach 12 ist es zu spät“

HIOH-Forscherin Prof. Katharina Schaufler spricht im Interview über antibiotikaresistente Keime im Ostseewasser und den dringenden Handlungsbedarf.

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Jodstatus: mangelhaft

Prof. Henry Völzke vom Institut für Community Medicine koordiniert eines der großen drittmittelfinanzierten Forschungsprojekte an der UMG: EUthyroid2. Es wird ausschließlich von der Europäischen Union finanziert und soll Maßnahmen gegen den alarmierend hohen Anteil von Jodmangel in europäischen Ländern ergreifen. In einem Interview mit der Deutschen Hebammen Zeitschrift berichtet er vom Jodmangel bei Schwangeren und von politischen Anstrengungen, um die Jodversorgung in Europa zu verbessern. Das Interview kann noch bis zum 14. Oktober kostenlos gelesen werden.

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Von der Einwilligung bis zur Pseudonymisierung: die Arbeit der Treuhandstelle

Bereits seit zehn Jahren gibt es an der Unimedizin Greifswald eine unabhängige Treuhandstelle (THS). Während das Datenintegrationszentrum (DIZ) mit medizinischen Daten arbeitet, liegt der Schwerpunkt einer Treuhandstelle bei den identifizierenden Daten. Christopher Hampf ist Entwickler an der THS und erklärt, mit welchen Aufgaben sich eine klassische Treuhandstelle beschäftigt und wie sie eine vernetzte medizinische Forschung über mehrere Standorte in Deutschland ermöglichen wird.

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Eine neue Core Unit als Zukunftsprojekt für Präzisionsmedizin

Seit September 2021 ist PD Dr. Josefine Radke Neuropathologin an der Unimedizin Greifswald. Zu Ihren Schwerpunktgebieten gehört die Forschung zu Hirn-Metastasen. Aktuell beschäftigt sie sich mit dem Aufbau einer neuen Core Unit. Was das ist und inwiefern auch andere Fachbereiche der UMG künftig davon profitieren werden, darüber sprach Radke mit uns.

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Der Charme von One Health ist Vernetzung

Es ist ein Thema so alt wie die moderne Medizin: Schon Rudolf Virchow und Friedrich Loeffler erkannten, dass es in der Human- und Veterinärmedizin Probleme gibt, die zusammengehören. Virchow entwickelte den Begriff Zoonose, um Krankheiten zu beschreiben, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Was zunächst über viele Jahrzehnte unter One Medicine Concept gefasst wurde, wurde Anfang der 2000er um den Umweltaspekt ergänzt. Daraus entstand der heute in vielfacher Weise verwendete One-Health-Ansatz.

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Aus der Forschung in die Gesundheitswirtschaft

Intellectual Property, Patentierung, Ausgründung, Wissens- und Technologietransfer. Was ganz schön technokratisch, zugleich aber auch irgendwie innovativ klingt, wollen wir auf dieser Seite erklären. Denn all diese Begrifflichkeiten begegnen jenen Wissenschaftler*innen, die eine zündende Idee haben und sich diese patentrechtlich schützen lassen möchten. Doch was passiert eigentlich, wenn ich meine Erfindung dem Arbeitgeber gemeldet habe? Wie kann ich meine Idee bestmöglich schützen und in die kommerzielle Verwertung überführen lassen? Gibt es Menschen an der UMG, die mich bei meinem Vorhaben unterstützen können?

Wir haben mit Christian Hentschker und Alexander Reder von der Abteilung Funktionelle Genomforschung gesprochen, die in Sachen Ausgründung bereits viele Wege gegangen sind und ihre Erfahrungen mit uns teilen möchten.

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Inklusive Exzellenz in der Medizin

„Inklusive Exzellenz in der Medizin", kurz InkE, heißt das neue Projekt der Unimedizin Greifswald und Universität Greifswald. Übergeordnetes Ziel soll es sein, den Aspekt des Geschlechts mehr ins Bewusstsein von Nachwuchswissenschaftler*innen zu rücken. Dies soll direkte Auswirkungen auf die Behandlungspraxis herbeiführen. Initiiert wurde die Studie von Prof. Sylvia Stracke. Die UMG-live hat die kommissarische Leiterin der Inneren Medizin A zu InkE befragt.

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Forschungshighlights

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Medizinischer Durchbruch bei Autoimmunerkrankung

Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universitätsmedizin Greifswald haben eine neue Therapiestrategie bei der Immunthrombozytopenie (ITP) entdeckt. Drei Patient*innen konnten erfolgreich mit einem eigentlich für Blutkrebs zugelassenen bispezifischen Antikörper behandelt werden. Während ITP bislang eine lebenslange Behandlung mit mehreren Medikamenten, bei nicht unerheblichen Nebenwirkungen, erforderte, normalisierte sich im Zuge der vorübergehenden Immuntherapie das Blutbild der Patient*innen innerhalb weniger Tage vollständig. Die behandelten Patient*innen sind seit mehreren Monaten symptom- und therapiefrei, auch die bisherige Dauermedikation ist nun verzichtbar. Die Studie wurde international in Blood Immunology & Cellular Therapy publiziert.

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Wichtige Erkenntnis für individualisierte Krebstherapie

Das sogenannte Philadelphia-Chromosom ist ein typisches Erkennungsmerkmal für verschiedene Formen von Leukämie. Forscher*innen der Universität und Universitätsmedizin Greifswald konstruierten den Genfehler in kultivierten menschlichen Leukämie-Zellen und entdeckten, dass er auch ein körpereigenes Eiweiß blockiert, das normalerweise die Wirkung von Krebsmedikamenten abwehrt. Dadurch werden Krebszellen empfindlicher für bestimmte Medikamente. Die Ergebnisse wurden in Experimental Hematology & Oncology veröffentlicht.

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Sichere Diagnostik bei Mukoviszidose mit KI

Prof. Mark Wielpütz von der Universitätsmedizin Greifswald entwickelte zusammen mit der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg eine Künstliche Intelligenz, um den Gesundheitszustand der Lunge automatisiert mittels Röntgenaufnahmen bei Mukoviszidose-Erkrankten zu erkennen. Die KI wurde mit einer umfassenden Datenbank aus Aufnahmen einer Magnetresonanztomographie (MRT) trainiert und liefert genaue Analysen bei Röntgenbildern. Prof. Wielpütz veröffentlichte die Ergebnisse im internationalen Journal The American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine.

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Neue Methode ermöglicht Nierenforschung in Rekordgeschwindigkeit mithilfe von 3D-Mikroskopie

Für eine schnellere Entwicklung von Medikamenten und Wissen: Das Forschungsteam PodoHealthX der Universitätsmedizin Greifswald entwickelte ein Verfahren, das mittels 3D-Mikroskopie schnell und präzise Erkenntnisse über Nierenkörperchen liefert. Die Methode ermöglicht eine Isolation tierischer Nierenkörperchen in kürzester Zeit, die im Anschluss mit Hilfe einer KI-gestützten Bildanalyse untersucht werden. Das Greifswalder Team vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Unimedizin arbeitete dabei eng mit dem Institut für Anatomie der Universität Zürich zusammen. Die Studie hierzu erschien nun im internationalen Fachmagazin Advanced Science.

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Greifswald prägt europäische Forschung zur Sepsisversorgung

Die auch als Blutvergiftung bekannte Sepsis zählt zu den häufigsten und tödlichsten Notfällen weltweit. Zwei aktuelle Publikationen Greifswalder Forscher zeigen nun eindrücklich, wie groß der Verbesserungsbedarf in der Sepsisversorgung europäischer Krankenhäuser ist. Dazu beschreiben die Veröffentlichungen die Ergebnisse einer umfassenden europaweiten Studie. Mit den beiden Publikationen schaffte das Greifswalder Forschungsteam eine Grundlage für neue nationale und europäische Strategien zur Verbesserung der Sepsisversorgung. 

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Weitere News aus unseren Forschungshighlights finden Sie in unserem Archiv.

Kontakt | Wissenschaftskommunikation

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Hauke Meier
Wissenschaftsredakteur Vertretung

Stabstelle Kommunikation und Marketing
Walther-Rathenau-Straße 46 | 17475 Greifswald

Telefon: +49 (0) 3834 86-6521
E-Mail: hauke.meier@med.uni-greifswald.de

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Katrin Kleedehn
Wissenschaftsredakteurin
(in Elternzeit)

Stabstelle Kommunikation und Marketing
Walther-Rathenau-Straße 46 | 17475 Greifswald

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E-Mail: katrin.kleedehnmed.uni-greifswaldde